Über mich und den Blog

Mein Name ist Daniel und ich bin Wirtschaftsingenieur mit ökonomischem Schwerpunkt.


Mit den Enthüllungen von Edward Snowden 2013 wurde mir und der ganzen Welt deutlich gezeigt, dass jede Bewegung und Handlung im Digitalraum unauslöschbare Spuren hinterlässt. Daher habe ich angefangen, mein Nutzung digitaler (Online-) Dienste zu hinterfragen und die Dienste gekündigt, die ich nicht wirklich brauchte. Zudem habe ich beobachtet, wie sich über die Jahre die Kommunikation miteinander verändert. Das wirkt sich natürlich auch auf unsere Gesellschaft aus. Darüber hinaus beeinflusst die Entwicklung auch unser Erleben und unsere Gewohnheiten. Mir, als reisebegeisterter Mensch (siehe auch mein Blog draussentutgut.de), ist besonders stark aufgefallen, dass bei Ausflügen oder längeren Reisen die überraschenden Momente durch die (teilweise fast verpflichtende) Nutzung digitaler Dienste eher abnehmen.

Zudem wird man durch die verschiedenen Dienste täglich mit einer Informationsflut überschüttet. Das hilft nicht immer, entspannt zu bleiben und den Durchblick zu behalten. Auch habe ich den Eindruck, dass viele die technische Entwicklung und die digitalen Standard-Dienste als gegeben hinnehmen. Aus Unwissen, Angst oder fehlendem Interesse probieren nur Wenige alternative (datensparsamere) Dienste oder Open-Source-Ansätze aus.

Dabei führt die Digitalisierung im Endnutzerbereich in vielen Fällen zum veränderten Umgang mit der Privatsphäre (Stichwort Aufmerksamkeits- /Überwachungskapitalismus). Ferner erhalten die Anbieter der sogenannten Standard-Dienste eine unglaubliche Marktmacht und über das gesammelte Wissen über uns Bürger auch eine große Macht über die Gesellschaft (von der finanziellen Macht einmal abgesehen). Dabei gibt es keine demokratischen Eingriffsmöglichkeiten, da weder die Firmen noch deren Chefs eine Rechenschaftspflicht gegenüber der Bevölkerung haben (außer gegenüber denjenigen, die Unternehmensanteile haben).

Für mich habe ich festgestellt, dass:

  • die Digitalisierung nicht nur aufgrund der Schnelllebigkeit als Stressor wirken kann. Über den Energie- und Ressourcenverbrauch für die Server/Endgeräte wirkt sich der Prozess aber auch auf die Natur und den Wald (Stichwort: Klimaerwärmung) aus. So benötigt z.B. allein schon das Bitcoin-Mining so viel Strom wie die Niederlande! Dabei brauchen wir Menschen die Natur nicht nur zum Überleben und als Nahrungsproduzent, sondern auch für unser Seelenheil.
  • es sich lohnt, den Umgang mit neuen (, sozialen) Medien und Techniken zu hinterfragen. Dabei ist es hilfreich, zu verstehen, wie diese funktionieren und welche Alternativen es gibt; also eine Souveränität im Digitalen zu erlangen.
  • sich durch die rasanten Veränderungen im Digitalbereich auch unsere Gesellschaft und Rechtssetzung verändert. Das hat wiederum positive wie negative Auswirkungen auf unser zukünftiges Leben. Sich darüber im Klaren zu werden, lässt die Sinnhaftigkeit mancher Dienste in anderem Licht erscheinen und souveräner über deren Nutzung entscheiden. Insofern kann man als digitaler Souverän im wörtlichen Sinne nicht nur an der Wahlurne die Entwicklung beeinflussen.

Weil mich das umtreibt, versuche ich digital unabhängiger und souveräner zu leben. Dazu gehört auch, Nischenalternativen zu nutzen. Das gelingt nicht überall, aber ein Versuch ist es allemal wert. Meine Erfahrung auf diesem Weg möchte ich gerne hier teilen und Anderen dadurch Denkanstöße geben.

Ich wünsche allen Interessierten viel Spaß beim Lesen! Konstruktive Anregungen sind natürlich immer gerne gehört.

Hinweis in eigener Sache:

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